Bedenkt man, dass rund zwei Drittel der Erdoberfläche aus Gewässer besteht, kommt man der Leidenschaft der Seefahrer und Bootsliebhaber vielleicht ein kleines Stückchen näher. Wie schön ist es doch, der Freiheit entgegen zu segeln und dabei für eine bestimmte Zeit den Alltag komplett hinter sich zu lassen. So entscheiden sich jedes Jahr unzählige Boots-Begeisterte das Hochseepatent zu erlangen, damit sie dann mit ihrer eigenen Yacht, einem gemieteten Boot oder dem Schiff eines Bekannten in See stechen können. Und man will es kaum glauben, aber der Weg zum Hochseepatent ist einfacher, als viele vermuten. Grundsätzlich kann man sagen, dass jeder Schwimmer das Segeln in Angriff nehmen kann. Dabei sind die Interessierten in ihrem Alter meist stark durchmischt. Ein guter erster Schritt für jemanden der sich mit der Herausforderung des Segelns auseinandersetzen möchte, ist der Beitritt in einen Segelverein. Gegen eine relativ günstige Jahresgebühr bieten diese nämlich diverse Informationsveranstaltungen, Schulungen und Weiterbildungskurse an und stehen den Interessierten mit Tat und Rat zur Seite. Wem das Vereinsleben allerdings nicht so zusagt, der kann sich direkt an eine Segelschule wenden, allerdings kann es durchaus sein, dass man die Kosten etwas stärker spürt. Ob im Verein oder in der Schule, gelehrt werden unter andrem die Grundtheorie, sämtliche Manöver und natürlich die weit verbreiteten Segelknoten. Bei den Patenten wird grundsätzlich unterschieden, ob man auf Seen oder dem Meer segeln möchte und wie gross das Segelboot ist, das man zu steuern plant. Während der Segelschein der Kategorie D, welcher zum Steuern eines Bootes mit mehr als 15 Quadratmetern auf den Schweizerischen Seen berechtigt, relativ schnell erlangt werden kann, ist die Prüfung für den B-Schein, welcher zum Befahren der Weltmeere berechtigt, etwas aufwendiger. So müssen nämlich nebst der Prüfung noch 1‘000 Seemeilen gesegelt werden. Ausserdem müssen zusätzlich das Hochseerecht, die Navigation, das Wetter sowie die Meeresströmungen gepaukt werden.
Wer sich ein Boot kaufen möchte, steht heute vor einem grossen Angebot an hochwertigen Gefährten. Seegelschiffe, Motorboote, eine Jeanneau Yacht und natürlich der optimale Hafenplatz, die Auswahl ist riesig und ein Kauf sollte wohl bedacht sein. Je nach persönlichem Bedürfnis gehen die Empfehlungen nämlich deutlich auseinander. Möchte man ein Familienboot? Ein klassisches Holz-Boot? Oder ein schnelles Motorboot für den kurzen Spass? Die Preise für ein hochwertiges Segelboot beispielsweise beginnen bei rund 6‘000 Franken und gehen bis in die hunderttausend hinauf. Hinzu kommen die Kosten für den Bootsplatz, Reparaturen und Ersatzteile sowie die Überwinterung.
