Die Höhe des Steuerfusses ist ein wichtiger Faktor für die Attraktivität eines Standortes. Obwohl in jeder Gemeinde und Stadt Steuern bezahlt werden müssen, sind die Unterschiede doch enorm. Vor allem im Kanton Zug gibt es oft tiefe Steuerfüsse. Auch innerschweizer Gemeinden haben bemerkt, dass mit einem tiefen Steuersatz die Attraktivität der Gemeinde gesteigert werden kann und gut Verdienende angezogen werden können. Dadurch blieben trotz einem tiefen Steuersatz die Steuereinnahmen gleich.
Die Förderung des eigenen Standortes haben immer mehr Kommunen zu einer wichtigen Aufgabe gemacht. So wurden Stellen geschaffen für das Standortmarketing oder Funktionen geschaffen, um den Dialog mit Unternehmen und reichen Bürgern zu fördern. Der Zuzug von Michael Schumacher in die Schweiz hat ein grosses Echo ausgelöst. Es wurde gerätselt welche Gemeinde wohl am attraktivsten sei und genug gute Konditionen anbieten kann. Das war so etwas wie der Startschuss für das Standortmarketing und unzählige Gemeinde haben bemerkt, dass man mit interessanten Steuerkonditionen sehr gut verdienende Bewohner in seine Gemeinde locken kann. In der Vergangenheit galt vor allem der Kanton Zug als Steueroase (offshore). Nun hat der Kanton Konkurrenz bekommen und immer mehr Regionen bieten interessante Steuerkonditionen an. Ein Ort wird somit schnell zu einem Steuerparadies. Davon profitieren jedoch nur wohlbetagte und Unternehmen. Also nur eine sehr kleine Bevölkerungsschicht. Die grosse Masse hat keinen direkten Nutzen von tiefen Steuerfüssen. Eher im Gegenteil, den oft ist das Leben in solchen Gemeinde teurer. Besonders bemerkbar macht sich das bei den Mietzinsen.
Die Gemeinden haben gelernt Fördermittel bereitzustellen und Unternehmen zu helfen sich in der Gemeinde niederzulassen. Die Kommunen halben bei der Suche nach geeigneten Parzellen für den Bau eines Firmengebäudes oder bei der Suche nach Büroräumlichkeiten. Die Unterstützung kann bereits bei der Gründung einer neuen Firma beginnen. Aktive Gemeinde greifen Startups unter die Arme und helfen Ihnen beim Aufbau der Firma, insoweit es die Kompetenzen und Aufgabenbereiche einer Gemeinde überhaupt zulässt. In Obwalden hilft man Unternehmen eine Briefkastenfirma einzurichten, um von den Steuereinnahmen zu profitieren. Unter den Gemeinden ist ein regelrechter Wettbewerb ausgebrochen.
